Perus Maerkte sind eine Sache fuer sich. Nicht ein paar Staende mit Obst, Gemuese, Brot und Kaese auf einem Platz, von dem die Haendler mitsamt ihrer Ware nach einigen Stunden wieder verschwinden, sondern dauerhafte Einrichtungen. Riesige Hallen, in denen alles zu haben ist, was man fuer das taegliche Leben braucht und noch mehr: Obst und Gemuese in allen Sorten, Formen, Farben und Groessen, ganze Fische, Teile von Fischen, Huehner, lebend oder schon gerupft, anderes Fleisch, saeckeweise Reis, Zucker, Trockenfruechte, Getreide, Schnuersenkel, Waschmittel, Hygieneartikel aller Art, Notizbuecher, Brot, Kuchen, Kekse, frische Saefte, Stoffe, Kleidung aller Art, Einrichtungsgegenstaende, Vorhaengeschloesser, Geburtstagskarten, Stifte... Zudem Dienstleistungen wie Schuheputzen, Schuhe reparieren, Kleidung umaendern...
Grosses Gedraenge herrscht eigentlich immer und von allen Seiten wird man mehr oder weniger aufdringlich zum Kaufen aufgefordet, waehrend ein fliegender Haendler im Vorbeieilen seine eigene Ware anpreist.
Hinter Staenden stehend oder auf dem Boden hinter beachtlichen Bergen von Zwiebeln, Kartoffeln oder sonstigem sitzend, sich durch die Menge schiebend, die zum Kauf angebotenen Gueter mit sich tragend - es gibt mehr als einen Typ Haendler auf diesen Maerkten. Von Einheitlichkeit oder einem Ordnungsprinzip - welcher Art auch immer - ist keine Spur zu sehen.
Die Farben variieren je nach Region. In etwas entlegeneren Bergdoerfern ist mindestens die Haelfte der Anwesenden in traditionelle Trachten gekleidet, ein buntes Gemisch von Stoffen und Mustern. In Lima hingegen ist dies eher selten. Man kleidet sich "westlich" in Hemd und Hose, T-Shirts und Jeans und das soziale Gefaelle ist deutlicher sichtbar. Auf den Maerkten kauft nicht nur die aermere laendliche Bevoelkerung ein, hier kommt Peru zusammen wie sonst selten. Es gibt zwar Supermaerkte, besonders in den grossen Staedten, aber das ist nicht dasselbe und noch haben sie die Vorherrschaft ueber kleine Laeden und die Maerkte nicht gewonnen.