Freitag, 30. Dezember 2011

Cusco

Cusco, die ehemalige Hauptstadt des Inkareiches, einst Mittelpunkt der Welt, wie ihr Name auf Quetschua es verheisst. Heute immerhin noch drittbedeutendste Stadt Perus - oder die zweitwichtigste nach Lima, darueber streitet man sich. Koloniale Bauten treffen hier auf die Architektur der Inka. Oft haben die Spanier nach ihrer Eroberung des Inkareiches einfach neue Gebaeude auf die Fundamente zerstoerter Haeuser gebaut. Und um der Bevoelkerung den Religionswechsel hin zum Katholizismus zu erleichtern und ihnen die neue Religion zugaenglich zu machen, wurden vielfach bekannte Elemente uebernommen. So kann man in der Kathedrale in Cusco beispielsweise ein Gemaelde des Letzten Abendmahls finden, auf dem Meerschwein aufgetischt wird.

Wenn man durch die Strassen laeuft, praegen Touristen das Stadtbild und ueberall werden den Reisenden - ob sie nun wollen oder nicht - Massagen, Restaurants und allerlei als Souvenir geeignete Dinge angeboten. Vom als aus Alpakawolle bestehend deklarierten Acrylpullover ueber Schmuck bis hin zu Flaschenoeffnern in Lamaform ist alles im Ueberfluss zu haben.

Im Vergleich zu Lima geht es hier - trotz der Touristenmassen - etwas ruhiger zu. Das mag auch an der Groesse der Stadt liegen. Vielleicht wird der Eindruck dadurch erzeugt, dass man die Stadt ueberblicken und ihre Enden, sowie die angrenzende Natur von fast allen Orten sehen kann. Man ist Cusco nicht so ausgeliefert wie Lima. Ein Entkommen waere leicht und schnell zu bewerkstelligen. Lima hingegen verfolgt einen auf dem Weg nach Sueden aus der Stadt heraus noch kilometer- und stundenlang.

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