Mittwoch, 7. Dezember 2011

Wasser

Obwohl Lima direkt am Meer liegt, wird die Stadt als Wüstenstadt bezeichnet - weil es hier nur äußerst selten regnet. Wüste, die ans Meer grenzt, den Anblick finde ich immer wieder erstaunlich.
Wasser spielt deshalb auch eine wichtige Rolle in Peru, besonders hier in Lima. Das Trinkwasser kommt aus den Anden; die Gletscher und Flüsse dienen als riesige Süßwasserspeicher. Angeblich verfügt Peru über 5 % der Süßwasserreserven der gesamten Erde. Doch das Klima erwärmt sich, die Gletscher schmelzen - langsam, aber nach wie vor ungebremst. Flüsse, die bislang nur während der Regenzeit eine bemerkenswerte Wassermenge führten, fließen jetzt das ganze Jahr hindurch. Manch einen freut das, doch kritischere Geister sehen darin Vorboten weiterer Veränderungen, die Stadt und Land nicht zum Vorteil gereichen dürften: Wenn die Gletscher einmal zum Meer geflossen sind, wird sich mit ihnen ein Großteil der Süßwasserreserven verflüchtigt haben.
Lima mag auf einer Steilküste errichtet sein, hoch über dem Meer, wo ein steigender Meerespiegel kein allzu großes Problem darstellt und allenfalls die Küstenstraßen überschwemmen würde, doch eine uneinnehmbare Festung ist die Metropole nicht.

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